Schornsteinfeger als moderne Stars

Schornsteinfeger sind medienträchtiger als man denkt. Bei dem Begriff denken viele erstmal an Schmutz und Dreck oder auch eine unbeliebte Aufgabe. Dass Schornsteinfeger aber einer der ehrenhaftesten Berufe ist und ihre Arbeit bis heute für die Sicherheit tausender Menschen sorgt, das vergessen viele Leute schnell.

Das Berufsbild des Schornstein- oder Rauchfangkehrers ist dabei ungefähr so alt wie die ersten Schornsteine in Europa selbst. Und das sind immerhin fast tausend Jahre. Bevor es Schornsteine gab, wurde der Rauch einfach von einer Feuerstelle durch ein Loch in der Raummitte herausgeleitet. Doch spätestens seit die Häuser mehrere Geschosse bekamen – also in Mitteleuropa ab dem fünfzehnten Jahrhundert – wurden Schornsteine nötig, um den Rauch schadlos durch die Geschosse aus dem Gebäude zu führen. Durch die Verwendung von nassem Holz und durch schlechte Pflege gab es jedoch schon immer eine enorme Gefahr für Haus und Hof. Der Schornstein konnte verstopfen und zum Ersticken aller Bewohner führen. Oder ein beschädigter Schornstein konnte selbst anfangen zu brennen und das gesamte Haus in Brand setzen. Deshalb müssen Schornsteine seit jeher sorgfältig und regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Erste Regulierungen

Gerade die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Großstädte mit eng gebauten Holzhäusern waren einer ständigen Gefahr ausgesetzt.

Ab dem sechzehnten Jahrhundert sind deshalb in Europa in vielen Städten so genannte Feuerordnungen nachgewiesen. Hier ist festgehalten, dass beispielsweise ein jeder Hausbesitzer dazu angehalten ist, seinen Schornstein regelmäßig zu warten. Ein Job für den Schornsteinfeger, wie wir ihn bis heute kennen.

Allein schon deswegen ist er zu Recht als beliebter Glücksbringer angesehen.

Heute ist der Schornsteinfeger weiterhin ein – von der Schmutzbelastung abgesehen – sehr attraktiver und auch gut bezahlter Beruf. Dabei ist das Kehren des Schornsteins längst nicht ihr einziges Fachgebiet. Sie prüfen auch ganze Heizungsanlagen und geben diese zur Benutzung frei. Selbstständige Schornsteinfegermeister, die beispielsweise noch Weiterbildungen als Energieberater oder dergleichen belegt haben, können neben der altbekannten Schornsteinwartung ihre Fühler noch in weitere Geschäftsfelder ausstrecken.

Deregulierung führt zu neuen Märkten

Seit das Kehrmonopol aufgelockert wurde, erschließen sich für die Schornsteinfeger auch Kundengruppen außerhalb ihrer normalen Region. Und da sie ein beliebtes Motiv und auch gern bei Hochzeiten als Glücksbringer gesehen werden, kann ein Schornsteinfeger auch schon mal die sozialen Netzwerke bemühen, um seine Sichtbarkeit für potenzielle Kunden zu erhöhen. So wurde bei Instagram das Hashtag #schornsteinfeger schon über 12.000 Mal verwendet worden.

Instagram kann deshalb ein Ort sein, um sich zum Beispiel als neuer Selbstständiger bekannt zu machen. Dabei kann man durchaus auch Instagram Likes kaufen. Die kauft man natürlich nicht bei Instagram selbst. Die Likes kommen oft aus einem Netzwerk, wo ein reger Tausch stattfindet.

Für viele neue und auch alte Accounts hilft dieses Vorgehen, um mehr Reichweite und damit am Ende auch mehr Profit zu erzielen. Die Likes sind dabei oft kostengünstig und bieten einen guten Beginn, um Startprobleme zu vermeiden oder zu überwinden. Manche Angehörige aus der Branche, die sich unter dem hashtag tummeln, sind dabei schon richtige kleine Stars geworden.

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